Wie du den Weg der Veränderung gehst – Eine Geschichte und drei Tipps für dich

<3 Ein Gastbeitrag von Cosima von cusilife.de <3

 

„Der schönste Ort an dem ich je war…“

Die Sonne scheint mir ins Gesicht. Der Himmel so blau, wie das Meer und nur eine Linie am Horizont scheint sie zu trennen. In der Ferne kann ich einen Vulkan sehen. Trotz meiner Angst vor dem „See krank“ werden, hat mein Austauschpapa mich überzeugt in einem Boot in Otaki, Neuseeland raus aufs Meer zu fahren. Voller Dankbarkeit und dem Wunsch meine innere Kamera möge sich ewig an diesen Anblick erinnern, sitzen wir dort und genießen die Schönheit der Natur.

Nach einiger Zeit erzählt mein Austauschpapa mir, was seit Jahrzehnten mit unserer Erde und unserem Klima passiert. Wir wollen immer mehr Wirtschaftswachstum und verbrennen dabei immer mehr Rohstoffe und erhöhen den natürlichen CO2-Wert in der Atmosphäre, um ein Vielfaches.

Ich war auf der anderen Seite der Erde und das Thema Klimawandel war genauso wichtig, wie bei uns.
Ich habe das erste Mal verstanden, dass wir eine Welt sind. Was ich tue, hat einen Einfluss auf der Welt.

Es wird nicht nur wärmer auf unserer Erde, sondern die Balance der Ökosysteme, die Lebensfähigkeit und Vielfalt von Tieren, Pflanzen und uns Menschen wird zerstört.

Ich habe mich weiter mit meinem Austauschpapa und anderen Menschen ausgetauscht, habe mich informiert und war hoch motiviert, die Welt zu verändern.
Als ich von meinem Schüleraustausch zurück kam, legte ich los.
Ich wurde Vegetarierin, wollte keine Plastiktüten mehr benutzen, mehr bio kaufen und die ganzen Dinge, die man „am Anfang“ verändern will.

Ich war davon überzeugt, dass alle Menschen in meinem Umfeld mich unterstützen würden…
„Die Welt retten soll schlecht sein“.
Das war der Titel eines meiner ersten veröffentlichen Artikel, die ich in der WWF Jugend geschrieben hatte.

 

Veränderung ist ein Prozess

Während meine Familie meist sehr unterstützend war, hatte ich in meinem Schulumfeld noch größere Schwierigkeiten meine Veränderung und meine Wünsche zu zeigen.
Ich habe mich verurteilt und unverstanden gefühlt. Jetzt weiß ich, dass ich mit solchen Reaktionen nicht alleine bin und dass das ein Teil von Veränderung ist.

Dieses Jahr habe ich zwei Tantra Workshops mit Magic of love gemacht und während meiner Reise durch Südamerika eine spirituelle Seite an mir geweckt.

Wenn ich das Wort „Tantra“ fallen lasse, gibt es verschiedene Reaktionen. Neugier und Interesse auf der einen Seite, Unwissenheit und Verurteilung auf der anderen Seite.
„Das würde ich nie machen“ oder „Machst du da so krasse Sex Sachen?“ sind Phrasen, die ich öfter gehört habe.

Was ich letztes Jahr am meisten aus den Kursen mitgenommen habe, ist, dass ich meine Wünsche und Grenzen äußern darf. Immer und mit jedem. Ich habe gelernt mich selbst noch mehr anzunehmen, Altes loszulassen und mich selbst einzuladen, zur Liebe und einem freieren Leben und freieren Begegnungen mit anderen Menschen.
Intimität wird oft mit physischer Nähe oder Sex gleichgesetzt. Doch meine Vorstellung von Intimität, Beziehungen, Körperkontakt und Kommunikation haben sich dadurch sehr erweitert und verändert.
Ich möchte nicht mit jedem Menschen Intimität teilen. Ich möchte meinen Körper kennen und fühlen lernen, so dass ich meine Wünsche und Grenzen äußern kann. Unser Körper signalisiert uns oft, was wir wollen und was nicht. Wenn wir lernen die Empfindungen unseres eigenen Körpers zu verstehen und wahrzunehmen, können wir eine bessere Verbindung zu uns und unserem wahren Selbst aufbauen.

 

Ich dachte, ich weiß jetzt was gut ist.
Das wollte ich teilen.

Ich komme nach meiner Reise durch Südamerika und dem ersten Retreat zu Hause an, voller neuer Methoden, Kommunikationsvorschlägen, Denkweisen und der Haltung: „Ich weiß jetzt was gut ist.“

Ich bin sensibler geworden und wollte teilen, was ich gelernt habe, ich wollte, dass andere Menschen sehen, wie wertvoll es sein kann, sich mit sich selbst zu beschäftigen, andere Menschen als Spiegel zu sehen, sich selbst zu erlauben, was Neues auszuprobieren, im Moment zu sein und konservative Beziehungsvorstellungen zu hinterfragen.

Und erneut bin ich enttäuscht, weil meine Veränderung nicht mit offenen Armen empfangen wird.

 

Bei der letzten Abschlussrunde im Oktober-Retreat brennt sich ein Satz bei mir ein
„Don’t try to change someone. It never works.“

(Versuche nicht jemanden zu verändern. Es klappt nie.)

Diesen Satz habe ich mit genommen und er hat mir viel gezeigt.

Einerseits sehe ich ein Potential für positive Veränderung und andererseits, dass jeder Mensch selbst dafür verantwortlich ist, seine Welt zu gestalten und sich in seiner Zeit verändern wird.

Meine neuen Sichten, jemanden aufdrängen zu wollen, bereitet nur Frust. Auf beiden Seite. Ich kann niemanden zwingen sich zu verändern und doch gibt es einen Handlungsbedarf, wenn wir weiter auf unserer Erde leben möchte und in eine nachhaltige Zukunft steuern wollen, in der wir im Einklang miteinander und mit den natürlichen Ressourcen agieren.
Wie kann ich also Menschen dazu inspirieren ein bewussteres und nachhaltigeres Leben zu führen?

 

Inzwischen habe ich das beste Argument auf meiner Seite: Es macht mich glücklicher. Ich bin dankbar. Und auch mit emotionalen Tiefs kann ich besser umgehen.

Ich strahle eine Zufriedenheit und Lebendigkeit aus und das berührt andere Menschen auf einer Ebene, die etwas in ihnen auslöst. Es macht mich glücklich mir selbst etwas leckeres (meist veganes) zu kochen. Die Stimmung auf einer Demo löst Lebendigkeit in mir aus. Eine eigene Aktion zu planen und durchzuführen zeigt mir, was ich kann und erreicht andere Menschen. Mich in einer authentischen Art mit Menschen zu verbinden, bei der es egal ist, was ich anhabe oder ob ich geschminkt bin, ist ein befreiendes Gefühl.

Ich darf ich sein.

Jetzt gehe ich sehr offen mit allem um, was mich beschäftigt. Ich merke, dass ich so auch auf Offenheit anderer stoße. Selbst, wenn sie mich nicht verstehen, haben sie Interesse oder finden es schön, dass ich mich auslebe und entfalte.

 

Glücklich bis ans Ende meiner Tage!?

Während den letzten Jahren hatte ich immer wieder Zweifel und Schuldgefühle darüber, dass es mir gut geht und ich viele Möglichkeiten eröffnet bekommen habe.
„Ich bin es nicht wert, dass es mir gut geht. Ich sollte hart arbeiten und leiden, um Glück zu erreichen.“

Wir wachsen in einer Kultur des Meckerns auf, anstatt das Gute wertzuschätzen und mit Leichtigkeit dem Leben entgegen zu blicken. Natürlich passieren nicht nur gute Dinge. Einen großen Unterschied, wie wir Situationen erleben und bewerten, macht jedoch unser Mindset und unsere Einstellung zu uns selbst und der Welt. Darauf haben wir einen großen Einfluss.
Das heißt du kannst nicht immer kontrollieren, was in deinem Leben passiert, doch du kannst an deiner Einstellung arbeiten und üben, auf was du dich fokussierst.
Erlaube es dir selbst, glücklich und zufrieden zu sein und dein Leben zu genießen.

3 Punkte habe ich festgemacht, die meinem Gefühl nach ausschlaggebend dafür sind:

 

  • Dankbarkeit
    Schuld lähmt. Dankbarkeit befreit.
    Durch verschiedene Rituale, die du in deinen Alltag einbinden kannst, stärkst du deine Dankbarkeit und nimmst wahr, wie viele tolle Dinge und Menschen dich jeden Tag bereichern.
  • Selbstliebe
    Dich selbst anzunehmen und zu feiern, wie du bist, ist der Anfang für alle weitere Veränderung. Höre auf dich zu vergleichen mit Idealbildern oder gesellschaftlichen Erwartungen. Fange an, dich selbst zu lieben, dich zu fragen, was du wirklich willst, was dir gut tut und wie du den Leben gestalten möchtest.
  • Balance
    Die wohl wichtigste Erkenntnis, an die ich mich selbst immer wieder erinnere ist, dass Balance entscheidend ist, bei allem was du tust. Ob es um Arbeiten, Feiern, Beziehungen, Ernährung, Reisen, Körperkontakt, Lernen oder Entspannen geht.
    Die Ausgeglichenheit zu bewahren, heißt alle deine Bedürfnisse im Blick zu haben.

Es ist nicht mir oder sonst jemanden vorbehalten glücklich und zufrieden zu sein.
Wir erleben alle Höhen und Tiefen und wie wir damit umgehen, macht den Unterschied für unser Glück. Du kannst dich von gesellschaftlichen Rollen lösen, die nicht mehr zu dir passen und jeden Tag ein Stück mehr du selbst werden.

Das ist Glück: Ein Weg, den wir jeden Tag gehen.

 

Ich habe gemerkt, dass die Liebe und Verbindung zu mir selbst vieles in meinem Leben beeinflusst. 
Auf meinem Blog cusilife möchte ich dich dazu inspirieren dich anzunehmen und zu lieben, wie du bist und deine Schönheit zu entdecken und fühlen.
Auch Sexualität und Intimität sind Themen, die eng mit Selbstliebe zusammen hängen. 
Gemeinsam können wir loslassen von alten Denkmustern und Urteilen, hin zu einem freieren und liebevolleren Umgang mit uns selbst und anderen.  
Erhalte das eBook GRATIS.

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4 Comments on “Wie du den Weg der Veränderung gehst – Eine Geschichte und drei Tipps für dich”

  1. Ach ja, die Balance. Daran dürfen mich deine Beiträge gern immer wieder erinnern!
    Vielen Dank, Cosima. Sehr befreiend und inspirierend und schön.
    Ich würde gern mehr über so ein Tantra-Seminar erfahren – da gibts so viele Gedanken und keine Ahnung, was wirklich dahinter steckt!

    1. Hi Anja 🙂
      Danke dir, dass ist schön zu hören und ich erinnere mich
      da auch selbst immer wieder daran.

      Denn am Ende kommt es so oft darauf zu zurück wieder in Balance zu kommen
      und das gerade passende Maß für einen selbst (oder eine Gruppe, Gesellschaft,…) zu finden.

      Das merke ich mir und schaue mal, wann ich da noch mehr
      dazu erzähle.

      Cosima

  2. Cosima, es ist ein Segen für die Welt, dass du glücklich bist, dich so annimmst und dich nicht zwingst, zu leiden, damit es gerechter ist. Du strahlst das auch aus und teilst es dein Glück, dein Wissen und deine Erfahrungen, das ist definitiv inspirierend.
    Ich kenne diese Frage, ob man sein Glück denn verdient hat, aber auch und kann das gut nachfühlen. Glück und gute Lebensbedingungen sind leider nicht gleichmäßig oder gerecht verteilt. Und daher ist es mir wichtig, das auch weiterzugeben und mein Glück mit anderen zu teilen.

    1. Hi Leo,

      ach wie wunderbar, was du sagst. Total schön.
      Das ist ein Lavendelduftkissen für die Seele 🙂
      Danke dir sehr.

      Liebste Grüße
      Cosima

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