9 Win-Win-Win-Entscheidungen: Was dein Glück wirklich braucht (wird diese Erde retten) – Teil 2

Die Vorweihnachtszeit hat begonnen und läutet das Fest der Liebe ein. Auch du kannst mehr Liebe in diese Welt bringen. Sie startet in deinem eigenen Herzen – dein erstes Win. Indem du gut für dich sorgst, drückst du deine Liebe zu dir aus und ermöglichst ihr, weiterzuströmen.
Dann fließt diese Liebe weiter zu anderen Menschen. Dies ist das zweite Win. Und weil Geben glücklich macht, strahlt diese Liebe direkt wieder zu dir zurück. Und schließlich lässt du mit liebevollen Handlungen auch mehr Liebe in diese Welt fließen. Wenn du für diese Erde sorgst und dafür, dass sie erhalten bleibt, ist dies das dritte Win.

Starten wir also mit dem zweiten Teil deiner Win-Win-Win-Entscheidungen, die du im Alltag umsetzen kannst 🙂

Win-Win-Win-Bio

Bei deinen täglichen Essgewohnheiten geht es nicht nur darum, welche Nahrungsmittel du zu dir nimmst, sondern auch in welcher Qualität. Du sehnst dich nach Geschmack, Frische und Giftfreiheit? Wie wäre es dann mit:

Deine Entscheidung: Konsumiere (mehr) bio. Und regional so oft es geht. Das Non-plus-ultra: Gleich selbst anpflanzen 🙂

Das erste Win: Was habe ich davon?
Es ist kein Märchen. Bio schmeckt so viel geiler als Obst & Gemüse aus konventioneller Landwirtschaft! Probiere es aus und überzeuge dich selbst – dein Genusszentrum wird dich mit einer reichen Glückshormon-Dusche belohnen! Kaufst du regional, gibt es außerdem noch eine Frische(fast)garantie.

Doch auch dein Körper dankt es dir, denn Pestizide sind auch Gift für uns. Einer Freundin habe ich mal einen ziemlich guten Salat gezaubert (Rucola, Tomaten, Möhren, Pilze, Nüsse, Oliven und Pfirsich). Sie sah mich etwas gequält an und sagte, von Salat prickele ihr die Zunge immer ganz komisch und sie bekomme Magenschmerzen. Das akzeptierte ich natürlich, wies sie aber noch einmal auf die exquisiten Zutaten hin. Schließlich konnte sie nicht mehr widerstehen und probierte. Ihre Zunge prickelte nicht. Ich ermutigte sie weiter und erzählte, dass der Salat komplett bio sei. Sie langte zu. Und – du ahnst es – es warteten keine Bauchschmerzen auf sie. Mit Bio-Lebensmitteln tust du dir selbst also wirklich(!) etwas Gutes: deine Gesundheit wird so genährt, wie du es verdient hast!

Der Preis könnte möglicherweise ein Hindernis darstellen. Und bio-Lebensmittel sind teuer. Der entscheidende Vorteil hierbei ist, dass es dich gleichzeitig auch ihren Wert viel mehr wertzuschätzen lehrt. Du isst sie, anstatt sie wegzuwerfen. Du kochst, anstatt dir eine Tiefkühlpizza in den Ofen zu hauen, um in der Backzeit sinnlos rumzuzappen.

Mit (Bio!)-Pflänzchen im eigenen Garten oder auf dem Balkon wird es sogar richtig erschwinglich. Und regionaler geht’s nicht.

Das zweite Win: Was haben andere davon?
Kochst du für andere, tust du mit bio-Zutaten auch anderen etwas wirklich Gutes! Kaufst du zudem regional, unterstützt du logischerweise die regionale Wirtschaft. Und auch bei Bio-Lebensmitteln reichen die Effekte auf andere Menschen weit über deinen Familien-, Freundes- und Nachbarskreis hinaus. Auf konventionell gespritzten Feldern arbeiten Menschen, die mit dem Gift in direkte Berührung kommen. Je lockerer die Gesetzlage des betreffenden Landes, desto verheerender für die Arbeiter. Auf Bananenplantagen kommen sie direkt unter die Pestiziddusche aus dem Flugzeug. Glück fühlt sich anders an…

Das dritte Win: Was hat diese Erde (und damit wir alle) davon?
Die konventionelle Landwirtschaft zerstört Boden und Lebensraum. Sie pumpt Gift in den Boden, das ins Grundwasser gelangt und sich von da auf der gesamten Erde bis in die Meere ausbreitet. Biologisch angebaute Lebensmittel stellen eine echte Alternative dar! Das Gift fällt weg, die Pflanz- und Erntevorgänge sind natürlicher, der Boden und das Grundwasser werden weitaus weniger belastet.

Win-Win-Win-Wohnen

Dein zu Hause – ein absolutes Geschenk! Es gibt dir Sicherheit, Schutz, Wärme, Möglichkeiten zu Rückzug und Gastfreundschaft, Gemütlichkeit und Raum für den Ausdruck deiner Kreativität und Persönlichkeit. Mach es zu einem Geschenk für die Welt!

Deine Entscheidung: Schau hin. Wieviel Platz brauchst du wirklich? Wo kannst und möchtest du deinen Wohnraum verkleinern oder teilen?

Das erste Win: Was habe ich davon?

Möglichkeit A) Du wohnst allein:
Wir sind soziale Wesen. Die Nähe zu anderen lieben Menschen vermittelt uns Sicherheit, Geborgenheit, Zugehörigkeit. Die Anwesenheit eines anderen beruhigt direkt. Dementsprechend schlägt alleine zu wohnen viel mehr auf’s Gemüt, als du vielleicht glaubst. Dieser Aspekt allein kann bereits dazu führen, dass wir uns unglücklicher, antriebsloser, einsamer fühlen; Kurz: uns in einem Mangel-Zustand befinden. Ich hab es selbst erlebt. Auch wenn ich bei meiner Familie mit zwei (wundervollen!) Geschwistern gern meine Ruhe hatte, war immer jemand da. Nach nicht mal einem Jahr des Allein-Wohnens hab ich mich nicht mehr wohlgefühlt.

Bis ich dann aber tatsächlich mit meinem Freund zusammengezogen bin, hat es noch etwas Zeit gedauert. Deshalb lade ich dich zu einem vollkommen unverfänglichen Gedankenexperiment ein: Mit welchem Menschen würdest du wirklich gern zusammenwohnen? Ob guter Freund/gute Freundin, Bekannte, Schwester, Bruder, Cousin*e, oder auch Partner. Hast du jemals in einer WG gelebt? Wäre es nicht spannend, das auszuprobieren? Du hast ja die Entscheidungsfreiheit, wem du das andere Zimmer wirklich geben möchtest. Und diese neue Erfahrung wird dich in jedem Fall bereichern.

Möglichkeit B) Du wohnst mit deiner Familie zusammen:
Ihr teilt euch bereits einen Wohnraum? Das ist super! Nun schau einmal hin. Wieviele Zimmer sind ungenutzt? Vielleicht gibt es die Möglichkeit, sie unterzuvermieten? Eine spannende Möglichkeit, gerade wenn die Kinder aus dem Haus sind.

Unabhängig wie du wohnst:
Es ist schon irgendwie verrückt. Da hat man so viel Platz, so viele Möglichkeiten, so viele Zimmer, die einem „gehören“ – Und dennoch kann man nur in einem Raum gleichzeitig sein.

Das wirklich grandiose, wenn du deinen Lebensraum verkleinerst, ist das Folgende: Du brauchst dich im weniger zu kümmern! Es gibt weniger instand zu halten, weniger Gegenstände, die kaputt gehen könnten und vor allem weniger zu putzen, weniger zu saugen. Wieviel Zeit und Nerven du damit sparst, kann gar nicht in Glück aufgewogen werden. Mit eine*r*m neuen MitbewohnerIn kannst du die anstehenden Pflichten sogar neu aufteilen und hast nochmal mehr Zeit.
Und zuletzt sparst du einiges an Geld, das du zum Beispiel wunderbar in die Win-Win-Win-Bio-Entscheidung reinvestieren kannst 🙂

Das zweite Win: Was haben andere davon?
Auch wenn du dich entscheidest, in eine kleinere Wohnung zu ziehen, profitieren deine Freunde enorm von der Mehrzeit die du nach dem eingewöhnen hast – denn du musst ja weniger putzen, hast ordentlich ausgemistet und damit auch viel Mist aus dem Kopf. Entscheidest du dich dafür, deinen Wohnraum zu teilen, gibst du einem anderen Menschen die Möglichkeit, sich verbundener zu fühlen, günstiger zu wohnen und deine Gesellschaft zu genießen. Und du wirst auch selbst ausgeglichener, was dich (noch) freundlicher anderen gegenüber macht.

Das dritte Win: Was hat diese Erde (und damit wir alle) davon?
Sparst du Platz ein, senkst du auch die Heizkosten und damit den Energieverbrauch. Das funktioniert natürlich auch pro Kopf, wenn du deine Wohnung nun mit einem anderen Menschen teilst, der vorher in einer ebenso großen Wohnung allein gelebt hat. In einer Welt, in der jede dreiköpfige Familie ein Einfamilienhaus beziehen möchte, jede*r Single unter 60m² nicht zufrieden ist und jedes Pärchen ein drittes und viertes Zimmer braucht, wird bald der letzte Baum gefällt und alles zugepflastert sein. Das betonieren von Erdboden (z.B. für neue Straßen) beschleunigt den Klimawandel, da Gras, Wald und Büsche, die einen kühlenden Effekt ausüben dafür weichen müssen.

Win-Win-Win-Verpackung

Oh du fröhliche Plastikzeit!? Entdecke, wie du mit kleinen Tricks und neuen wertvollen Fähigkeiten diese Welt ein Stückchen plastikfreier machst und was das mit deinem Glück zu tun hat!

Deine Entscheidung: Kaufe weniger Plastik(verpackungen) und hebe es auf, wenn du es in der Natur siehst.

Das erste Win: Was habe ich davon?
Zuallererst profitiert deine Gesundheit davon, wenn du weniger Plastik in dein Leben lässt. In jedem von uns cruist bereits eine gewisse Menge an Microplastik durch die Blutbahn. Du willst noch was von deinem Leben haben? Die Partikel sind (natürlich!) gesundheitsschädlich. Du planst eine Familie zu gründen? Plastik und die Stoffe, die es freisetzt senken die Zeugungsfähigkeit eines Mannes daramatisch herab. Ein plastikfreieres Leben ist also ziemlich gut für deine Zukunft, egal was du Großes planst 🙂

Das tatsächlich zu leben erfordert auch ein bisschen (Um)denken. So schärfst du vor dem Einkauf deine Planungskompetenz, indem du deine Lieblingsstofftasche einsteckst oder genügend Zeit für Vor-Ort-Essen einplanst, anstatt ToGo zu bestellen. Eine Fähigkeit, die dein gesamtes Leben bereichern wird! Du beflügelst deine Kreativität beim Einkaufen und Verstauen und probierst mal leckere Rezepte aus – zum Beispiel für Schokokekse! Eine Glasflasche in deinem Gepäck stärkt deine Rücken- und Schultermuskeln und ermöglicht dir, den Geschmack des Wassers oder Saftes mehr zu genießen.

Du liebst den Anblick schöner Wälder, frischem Moos, Blümchen im Vorgarten und grün vor deiner Haustür? Dann erhälst du förderst du die Schönheit um dich rum, indem du Plastik aufhebst und entsorgst. Natürlich kann dies frustrierend sein! Dann stelle sicher, dass dich andere dabei beobachten können. Denn durch dein Beispiel hast du die größte Wirkung.

Das zweite Win: Was haben andere davon?
Inspiriert zu werden ist definitiv ein positives Gefühl! Bietest du deinen Gästen zudem plastikfreie Getränke an, trägst du auch einen Teil zu ihrer Gesundheit bei – wie klein er auch sein mag. Es gibt jedoch auch Menschen, die mit den Plastik und seinen Giften (die vor allem bei Hitze freigesetzt werden) noch viel stärker und direkter in Berührung kommen. Zum Beispiel auf den riesigen Müllhalden dieser Welt, die unter anderem in Afrika und Indien deponiert sind. Je weniger Plastik du kaufst und wegwirfst, desto weniger trägst zumindest du zu ihrem Leid bei.

Das dritte Win: Was hat diese Erde (und damit wir alle) davon?
„Planet Plastic“ trifft es ganz gut. Unsere Erde ist vermüllt mit Plastik. Im Meer gibt es mittlerweile 6x mehr Plastikpartikel als Plankton – die Nahrung von Walen. Und die Giftstoffe sickern langsam hinaus, natürlich auch auf dem Land. Das kann in seiner ganzen Dimension absolut überwältigend sein. Und dennoch beginnt jeder Wandel in dir. Jede Verhaltensänderung von dir hat einen Effekt. Mit jedem Stück Plastik, dass du nicht kaufst, jedem Stück Plastik, dass du anständig entsorgst, trägst du zur Erhaltung dieser Erde bei.

Win-Win-Win-Arbeit

Wie wäre dein Leben mit mehr Zeit für das, was dir am Herzen liegt? Mehr Zeit für dich? Mehr Zeit für die Menschen in deinem Leben, für die Hobbies, die dich stärken, für das Leben, wie es dort draußen pulsiert und fließt und dich in Kontakt bringen möchte mit dem, was zählt?

Deine Entscheidung: Reduziere deine Arbeitszeit. Finde eine Arbeit, die dir wirklich am Herzen liegt.

Das erste Win: Was habe ich davon?
Es mag total verrückt klingen. Arbeit – das ist doch das, was deinen Tag ausfüllt, das, was dir deine Lebensgrundlage ermöglicht. Das verändern? Oder gar reduzieren?

Dein Win der WenigerArbeit:
In der Hektik der Geschäftigkeit werden wir immer weiter zusammengepresst. Der Druck in unserem Inneren steigt und steigt. Ich darf nicht noch mehr Zeit verlieren!
Stimmt. Und deine Zeit ist noch weitaus wertvoller als dein Stundenlohn. Zeit ist tatsächlich das wertvollste, das du hast. Denn was ist Zeit anderes als Leben?

Wie du deine Zeit verbringst ist der übergeordnete Schlüsselvariabel dafür, wie glücklich du bist. Die Rechnung ist sehr simpel: Je mehr glückliche Zeit, desto glücklicher der Mensch. Du kennst das Gefühl, für alles zu wenig Zeit zu haben? Gestresst zu sein? Arbeit ist die Tätigkeit, in der die meisten von uns die meiste Zeit investieren. Deine Stundenanzahl nur ein kleines bisschen zu reduzieren gibt dir direkt ein gehöriges Maß mehr Freiheit. Mehr Freiheit in deiner Zeitgestaltung. Mehr Freiheit für Glück. Mehr Freiheit zum leben.

Dein Win der Herzensarbeit:
Glück kann selbstverständlich auch in der Arbeit selbst liegen. Wenn du dich mit dem Team gut verstehst und deine Fähigkeiten und Talente einbringen kannst, macht dich das direkt glücklich. Wenn diese Fähigkeiten und Talente weiter gefördert werden oder du dich weiterbilden kannst, unterstützt dies deine Selbstentfaltung. Und wirkst du mit deiner Arbeit schließlich daran mit, mehr tatsächlich Gutes in dieser Welt zu schaffen, lebst du deine Werte. Du lebst im Einklang mit dir.

Die Kombination für das größte Glück
Stell dir vor, du wachst morgens auf und freust dich auf den Tag. Es ist 7 Uhr, ein Montag und ein neuer Arbeitstag. Doch zuvor hast du Zeit für dich. Zeit wirklich gut in den Tag zu starten und bereits in seiner ersten Stunde gut für dich selbst zu sorgen. Du beginnst mit deinem Lieblingssport, schließt möglicherweise eine Phase der Ruhe – zum Beispiel in Meditation – an und frühstückst selbstgemixtes Müsli. Anschließend machst du dich mit etwas Puffer auf den Weg und kommst entspannt auf der Arbeit an, wo du deine Fähigkeiten und Talente in ein Projekt investierst, auf dass du richtig stolz bist. Denn es macht diese Welt zu einem besseren Ort.
Klingt nach Märchen, Kitsch-Romanze oder Utopie? Dann finde heraus, was genau dich davon abhält, es wahr werden zu lassen 🙂

Das zweite Win: Was haben andere davon?
Entspannt zu sein und Zeit zu haben ist die Basis für echten Kontakt mit anderen. Hast du schonmal versucht, zwischen Tür und Angel jemandem zu helfen? Dann weißt du, was dabei herausgekommen ist. Selbst wenn es objektiv geklappt hat, wirklich glücklich wart ihr beide nicht danach. Das heißt deine Mitmenschen können deine Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, deine Großzügigkeit viel mehr genießen, wenn du Zeit hast! Man kann so viel mehr geben, als Geld. Ein offenes Ohr, ein selbstgemachtes Geschenk, ein handgeschriebener Brief… Da steckt echte Zeit drin. Da steckt echtes Leben drin.

Das dritte Win: Was hat diese Erde (und damit wir alle) davon?
Von einem entstressteren, entspannteren Du hat die Erde einen Menschen mehr, der offen ist dafür, Win-Win-Win-Entscheidungen zu treffen – ohne sich zu stressen. Die neugewonnene Zeit kannst du in so viel Gutes investieren! Du kannst Dinge selbst machen, reparieren anstatt neu zu kaufen, experiementieren und Spaß am entdecken haben, anstatt in alten Gewohnheiten gefangen zu bleiben, die auch dieser Erde schaden.
Bringst du zudem das Beste von dir – deine Zeit, deine Fähigkeiten, deine Talente – in Projekte ein, die helfen, Menschen, Tiere und das Leben auf dieser Erde zu bewahren, dann machst du dein Leben zum Geschenk für diese Welt.

DEINE Win-Win-Win-Entscheidungen!

Welche der oberen Win-Win-Win-Entscheidungen hat dich wirklich inspiriert?
Welche möchtest du mal antesten?

Ganz wichtig ist mir, nochmal Folgendes zu betonen:

Du allein entscheidest, in welchem Kontext du was wie umsetzen und auch nicht umsetzen möchtest!

Ich bin wirklich gespannt, von deiner Perspektive und deinen Erfahrungen zu lesen:

  • Was setzt du um?
  • Was möchtest du nicht umsetzen?
  • Wie setzt du Dinge um – auf deine ganz eigene Art?

In Vorfreude auf Austausch, Learning & Inspirationen wünsche ich dir ein schönes Einstimmen auf Weihnachten und alles Liebe,

Glücklich sein

Nathalie

 

PS.: „Und die Neunte?“ wird sich die*der aufmerksame LerserIn vielleicht fragen. Die wartet zu hilfreicher Zeit im nächsten Jahr auf dich!

PPS.: Eine kleine Achteinhalbste ist vielleicht die folgende Überlegung: Was wären Win-Win-Win-Geschenke für deine Liebsten?

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3 Comments on “9 Win-Win-Win-Entscheidungen: Was dein Glück wirklich braucht (wird diese Erde retten) – Teil 2”

  1. Die Ideen finde ich wieder einmal gut und ich glaube, diese auch so gut wie möglich zu leben. Das Thema Arbeit jedoch war für mich immer weitestgehend Wunschdenken und ich denke, die Thematik wird sich zukünftig für alle noch mehr verschärfen.
    Da der Inhalt meiner Arbeit immer viel Spaß (ge)macht (hat) bzw. ich bereits als Kind aus großem Eigeninteresse nahezu alle benötigten Fähigkeiten dafür selbst erlernte und diese häufig in meiner Freizeit leidenschaftlich praktizierte, während ich auch stets den Nutzen für andere dabei sah und regelmäßig mittlere bis große Erfolge hatte, machte Arbeit immer einen Teil meines Glückes aus. In der Berufspraxis jedoch gab es von oben permanenten Zeit- bzw. Leistungsdruck, chaotische Ablauforganisation und viele weitere Störfaktoren im Arbeitsumfeld. Im Arbeitsvertrag stand fast immer etwas von flexibler Arbeitszeit und 40h pro Woche. Tatsächlich waren es meist um die 50 Wochenstunden, zzgl. 10+ Stunden für notwendige selbst organisierte Weiterbildung, Recherchen oder auch termingerechte Projektfertigstellungen in meiner Freizeit. Urlaub über dem gesetzlichen Minimum wurde möglichst ausgezahlt, da für gewöhnlich „die Auftragslage so kritisch hoch sei und jeder Mitarbeiter dringend gebraucht werde“. Überstunden waren natürlich lt. Arbeitsvertrag „mit dem Grundgehalt abgegolten“. Wenn man wegen Arbeitszeitflexibilisierung anfragte, galt entweder eine „Kernarbeitzeit“, die sich nahezu über die gesamte offizielle Arbeitszeit erstreckte (selbstverständlich in keinem Arbeitsvertrag erwähnt), man wurde bei den notwendigen Absprachen zur Zeitumgestaltung von Vorgesetzten unter Druck gesetzt oder die Anfrage wurde gleich abgelehnt – oft mit wenig nachvollziehbaren Begründungen. Den Rest des Arbeitstages verbrachte ich weitgehend im Stau, bei notwendigen Einkäufen oder mit Haushaltsarbeit – Leben gab es praktisch nur noch an Wochenenden und selbst da oftmals unter enormem Zeitdruck, weil ja die meisten privaten Pflichten oft ebenfalls nur noch am Wochenende Platz fanden. So ging das nahezu 20 Jahre lang (bei drei unterschiedlichen Arbeitgebern), während ich in den ersten 10 Jahren kaum mehr als mein Existenzminimum verdiente, Urlaubsreisen oder „Wohlstand“ unmöglich waren; teils stiegen v.a. Energiekosten und Miete schneller als mein Einkommen. An eine Kürzung der Arbeitszeit war also nicht mal zu denken, vom Mangel entsprechender Angebote ganz abgesehen. Die Jobwechsel brachten offenbar auch nichts. Es ist sicherlich unschwer vorstellbar, dass das Ganze schlussendlich im Burnout endete. Auch wenn es dafür auch andere Mitursachen gab, waren die ausschlaggebende Punkte zu wenig Zeit für mich sowie permanent hoher Leistungsdruck von außen. Aktuell liegt meine Leistungsfähigkeit nahe des Nullpunktes und das wirkt sich auf jedes Detail meines Alltags aus – für diese paar Zeilen habe ich z.B. über 90min gebraucht. Ich kann also aktuell trotz meiner „Freizeit“ nicht wirklich leben und stehe mit meiner Rente wegen voller Erwerbsminderung kaum höher als Hartz-4 wieder exakt am Existenzminimum…

    1. Lieber Patrick,
      vielen lieben Dank für deinen Beitrag, in dem du auf eine so offene und berührende Art deine Erfahrung zum Thema Arbeit teilst.
      Was du schreibst klingt tatsächlich nach einem harten Kampf und sehr viel Druck und Stress, den du erlebt hast. Deinen Frust über die Mehrarbeit und darüber, dass es finanziell kaum möglich war, zu reduzieren, fühle ich mit und diese Bedingungen machen mich ehrlich gesagt auch echt wütend. Gerade weil du so viel Freude an der Tätigkeit gehabt hast, wie du schreibst, und dir diese Freude genommen wurde. Und weil du noch immer die Folgen dieser Ausbeutung spürst und sie dich auch jetzt sehr zu belasten scheinen. Das tut mir von Herzen Leid.
      Ich nehme an, du warst in der Wirtschaft tätig? Das Tempo und der Druck mit dem dort die Produktion / der Verkauf / die Projekte durchgepeitscht werden, ist absolut besorgniserregend und wirklich verrückt. Diese Forderungen sind so entmenschlicht, so robotorisiert („gib den Befehl und es kommt das raus“), dass jeder zuvor gesunde Mensch fast zwangsläufig krank wird, wenn er in diesem System verbleibt. Gleichzeitig glaube ich, dass auch die Chefetagen diesen enormen Druck spüren und ihn weitergeben. Da ist der noch höhere Chef, der den und den Umsatz sehen will. Da sind die Finanzkalkulationen, die irgendwie aufgefangen werden müssen, um den Wert der gesamten Firma zu erhalten. Und hier stößt ewiges Wachstum an die Grenzen der menschlichen Kapazität.

      Ich danke dir sehr für diese weitere Perspektive, die den Punkt Win-Win-Win-Arbeit bereichert und auch in ein korrigiertes Licht rückt.
      Solche Win-Win-Win-Berufe sind vielleicht doch sehr viel schwieriger zu finden, als ich es behauptet habe, gerade weil die allermeisten Berufe direkt an das wachstumsorientierte Wirtschaftssystem gekoppelt sind.
      Diese Perspektive entmutigt mich auch etwas…
      Das erinnert mich gerade an einen Trend aus der Arbeitsbevölkerung in den USA, die die „freiwilligen Reduzierer“ oder „Minimalisten“ genannt werden. Sie fahren Ihre Arbeitszeit runter – und reduzieren dafür auch rapide Ihre laufenden Kosten. Sie wohnen bspw. in „tiny houses“, selbstgebauten Blockhütten oder Wohngemeinschaften, bauen vieles selbst an, stellen vieles selbst her und reparieren, helfen sich gegenseitig mit Gebrauchsgegenständen aus u.v.m.
      Dies ist vielleicht nicht für jeden realisierbar. Und dennoch kann es eine Möglichkeit sein, mit sehr geringem Einkommen ein lebenswerteres Leben zu leben. Eine wissenschaftliche Studie bestätigte jedenfalls ein weitaus höheres Wohlbefinden dieser Menschen im Vergleich zum Durchschnittsamerikaner.

      Noch einmal von Herzen Danke für deinen Impuls und dein Teilen!
      Es grüßt dich sehr herzlich,
      Nathalie Marcinkowski

  2. Pingback: 3 kleine Mut-Geschichten: Wie ich lernte meinen Ängsten zu begegnen • happyroots.de

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