Langfristig glücklich werden & bleiben – wie es wirklich gelingt

Glücklich werden und bleiben

Seit neun Jahren beschäftige ich mich privat wie beruflich (eigentlich ausschließlich) damit, wir wir glücklich werden und vor allem bleiben können.

Meine Modelle fingen recht komplex an, denn es gibt in der Positiven Psychologie so unendlich viele, wunderbare Tools dorthin. Je tiefer meine Selbsterfahrung wurde und je mehr meine Erfahrung mit Klienten in Seminaren, Coachings und Weiterbildungen wuchs, desto klarer stellten sich fünf wesentliche Schritte heraus:

  • Positives wahrnehmen & stärken
  • Tiefes Eingebundensein erleben
  • Bedingungslose Selbstliebe nähren
  • Herausforderungen verwandeln
  • Sinn(voll) leben

Die Schritte sind nicht wahllos in dieser Reihenfolge, aber natürlich kann der individuelle Weg über verschiedene „Einstiege“ passieren. Ich bin der Überzeugung, dass diese fünf Säulen in ihrer Gesamtheit unabdingbar sind, wenn wir wirklich tiefgreifend glücklich werden und bleiben wollen.

Die „Krux“ im glücklich werden (und bleiben)

Auch wenn Strategien bekannt sind, Positives, Selbstliebe und Eingebundensein zu nähren, selbst wenn dem Leben ein bereichernder Sinn gegeben wird: Der Umgang mit Schwierigem ist entscheidend – und für die allermeisten Menschen am wenigsten umsetzbar oder bekannt.

Entscheidend ist er, weil Schwieriges Teil des Lebens ist. Wird dies vorzeitig ausgeklammert („Ein Indianer kennt keinen Schmerz“; „Erhöhe deine Schwingung, dann ziehst du sowas nicht an“; „Dann hast du dich wohl noch nicht genug angestrengt“; „Was bist du auch so emotional“; „Eigentlich sind wir doch alle Liebe“ etc. …) wirkt es sich mittelfristig immer destruktiv auf das eigene Leben aus.

Ja, wir sind hier, um glücklich zu leben.

Und ja, wir sind hier, um mit allen Facetten des (Er-)Lebens glücklich, d.h. in Frieden, zu leben.

Das Schöne ist, dass wir genau da starten können, wo wir sind, mit dem, was uns leicht fällt. Denn jede andere Säule nährt unsere Verwandlungs-Kompetenz von Schwierigem enorm:

Positives als Luftkissen & Nährboden

Schönes wahrnehmen und stärken ist die Grundlage dafür, um die Kraft zu haben, sich mit Selbstwirksamkeit dem zuzuwenden, was herausfordernder ist.

Nur wenn ich mein Glas halbvoll wahrnehme, kann ich mich mit Hoffnung und Vertrauen dem Schwierigen zuwenden.

Nur wenn mein Luftkissen gut gefüllt ist, weiß ich, dass ich nach dem Sprung sicher lande.

Und erst wenn ich fest darin verankert bin, Schönes in meinem Leben aktiv wahrzunehmen und zu zu gestalten, habe ich den Mut, in die weniger angenehmen Ecken zu blicken. (Und auch erst dann ist es sicher).

Eingebundensein als Grundlage fürs glücklich werden und bleiben

„Der Gedanke, ich muss es alleine schaffen, ist Teil von dem, was heilen will.“ – Thomas Hübl

Bis vor drei Jahren habe ich mich mit meinen schwierigen Gefühlen vor allem alleine auseinandergesetzt. Seither hat sich das radikal gewandelt. Vor Kurzem nahm ich an einer im Nachgang recht dubiosen Abendveranstaltung Teil. Dort konnte man persönlich belastende Themen teilen. Mir wurde auf mein Anliegen hin gesagt, dass ich mein Alleinsein damit als menschlichen Urzustand akzeptieren solle.

Ich war fassungslos, dass ein solcher Satz von einem Menschen kommen kann, der andere in Heilungsprozessen begleiten mag (zumindest hatte ich die Ausschreibung so verstanden).

Und ich widersprach klar, aus immens stärkender, positiver Selbsterfahrung:

Das In-Kontakt-Bringen von Schwierigkeiten, von unangenehmen Gefühlen, insbesondere von Scham, das darin Gesehen-Werden, mitfühlend und liebevoll, das Erleben, dass auch andere schwierige Themen haben, das wertschätzende Raum-Gehalten-Bekommen ist elementarer Teil unserer Verwandlung von Schwierigkeiten!

Wir sind nicht hier, um alleine zu heilen.
Das „alleine kämpfen müssen“ ist Teil von dem, was individuell und kollektiv (!) heilen will.

(Und wie wollen wir glücklich werden, wenn wir uns nicht auch dann eingebunden fühlen können, wenn Schwierigkeiten anklopfen!?).

Bedingungslose Selbstliebe als Verwandlungskatalysator

Bedingungslose (Selbst-)Liebe ist unsere eigentliche Essenz, das, was die ganze Zeit geschehen möchte. Im Kern ist es der direkteste Garant dafür, glücklich werden und bleiben zu können, egal was kommt. Je mehr wir uns dieser Essenz öffnen und sie auch aktiv nähren, desto leichter fällt es uns A) das Schöne wahrzunehmen, B) das Schöne zu stärken, C) in tiefen Kontakt zu unseren Mitmenschen zu treten und D), Herausforderungen zu verwandeln.

Denn Herausforderungen werden nur dann zu Schwierigkeiten und echten Problemen, wenn wir uns selbst dafür abwerten, sie zu haben!

Schneller Selbsttest:

Welche Herausforderung hat dir in deinem Leben bereits zu schaffen gemacht? Und wie sehr hast du dich dafür abgewertet, dass sie dir zu schaffen macht?

Typische Gedanken dazu sind:

  • „Ich sollte X/Y nicht fühlen…“
  • „Person A/B hat auch keine Probleme damit…“
  • „Wenn ich nur p oder m besser könnte, dann…“

Gedankenexperiment: Stell dir vor, du würdest die Selbstabwertung sein lassen.

Stell dir vor, du wärst im Frieden mit all deinen Reaktionen auf die Herausforderung, ohne dich in sie hineinzusteigern, aber auch ohne sie weg haben zu wollen.

Stell dir vor du wärst im Frieden mit dem, dass andere Menschen woanders ihre Schwierigkeiten haben und dass es nichts über dich aussagt (und auch nicht über sie), dass sie genau in dem Punkt, der dir zu schaffen macht, unberührt bleiben.

Stell dir vor du würdest deine Handlungs- und Wachstumsmöglichkeiten sehen, ohne zu verlangen, sie direkt perfekt umsetzen zu können. Stell dir vor, du würdest dir stattdessen erlauben, zu versuchen, hinzufallen, zu üben, wieder aufzustehen… – wie das kleine Kind, das laufen lernt.

Was geschieht mit der Schwierigkeit?
<3

Sinn(voll) leben als treibende Kraft fürs glücklich werden

Ich erlebe es als großes Geschenk mit einem recht klaren Gespür für meine Bestimmung ausgestattet zu sein, und dies bereits in der Grundschule gespürt zu haben. Natürlich gab es große und auch lange „Sinnflauten“ in meinem Leben, z.B. im Kindergarten oder von der 5. Bis zur 9. Klasse. Damit einher gingen jedoch auch immense „Wohlbefindensflauten“ in allen fünf oben genannten Säulen.

Mit dem klaren, in mir sehr resonierenden Ziel, Psychologie zu studieren, begann dann mein sinn-volles und glückliches Leben wieder. Dieses Ziel gab mir eine ungeheure Kraft, alles Nötige dafür zu schaffen, unter anderem einen sehr guten Abiabschluss, der in der 8. Klasse noch als „utopisch“ hätte bezeichnet werden können.

Sinn(voll) zu leben, ist eine immense, treibende Kraft!

Heute erlebe ich das Verwandeln von Schwierigem selbst als unendlich sinnvoll. Denn jede alte Schicht, die sich in hilfreiche Lebenskraft zurückverwandelt, bringt mich meiner Essenz näher und damit dem, was ich dieser Welt geben darf.

Verwandlungskompetenz stärken

Gerade dann, wenn dich der letzte Satz tief berührt, kann das ein Zeichen dafür sein, dass auch dein Wirken in diese Richtung fließen möchte.

Eine Möglichkeit, dies zu nähren, ist die Emotionscoach Weiterbildung, in der wir das verwandeln von schwierigen Emotionen in den Mittelpunkt stellen, und zugleich alle vier weiteren Facetten stärken. Denn nur dann ist unsere Begleitung ganzheitlich und dient der Entfaltung unserer Klienten.

Wenn es dich ruft, erfährst du
hier mehr zur Emotionscoach-Weiterbildung.

Herzensgrüße,

Glücklich sein

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