Intuition: Wie du hilfreiche Impulse von Selbstsabotage unterscheidest

Intuition ist ein so wichtiger und hilfreicher Wegweiser – für unseren Alltag, wie auch für richtungsweisende Lebensentscheidungen. Gerade in der Fülle von Möglichkeiten, die sich uns in der westlichen Welt bieten, wird es immer wichtiger genau hinzuspüren:

Was ist „meins“ bei all den Möglichkeiten?
Was möchte ich (gerade) wirklich?
Wo lang führt der nächste Schritt?

Und gleichzeitig wird Intuition sehr häufig missverstanden. Denn mit Intuition verbinden wir landläufig „ein gutes Gefühl“ oder „ein schlechtes Gefühl“ zu haben. Auch mit dem Herzen verbinden wir ja „unsere Gefühle“. Aussagen wie „Ich fühl‘ mich heute nicht danach“ oder „Ich habe aber so Lust drauf“ klingen also vielleicht danach, als wären wir ganz in Kontakt mit uns. Tatsächlich können sie jedoch schnell zu Ausreden werden, die nichts mit unserer Intuition zu tun haben – und uns sogar den Zugang zu Glück verbauen.

Der „Sitz“ unserer Intuition

Intuition rückt gerade auch mehr in den Fokus der Forschung. Wissenschaftler des HeartMath Instituts fanden heraus, dass unser Herz ein stark vernetztes Nervenzellgeflecht hat (wie unser Gehirn – und unser Darm). Und dass hier Informationen empfangen und gebündelt werden, noch bevor sie das Gehirn erreichen (The Science of Intuition). Und das sind, so die Wissenschaftler, die Impulse unseres Herzens – unsere Intuition.

Ein weiterer heißer Kandidat ist unsere rechte Hemisphäre (rechte Gehirnhälfte). Denn sie ist in der Lage, holistisch wahrzunehmen, den Überblick zu bewahren, vernetzt und mit ganz viel Weite Dinge zu integrieren und kreativ etwas Neues daraus entstehen zu lassen. Spannenderweise ist sie auch verbunden mit der Erfahrung von tiefem Frieden und Eins-Sein, wie die Neurowissenschaftlerin Jill Bolte Taylor am eigenen Leib erfahren konnte, als ihre andere – die linke – Hemisphäre durch einen Schlaganfall lahmgelegt wurde (My Stroke of Insight).

Intuition ist nicht gleich Gefühl

Es stimmt, dass sich unsere Intuition oder auch unser Herz über Gefühle mitteilen kann, oder durch ein starkes Körperempfinden. Dazu gehören Gefühle von Stimmigkeit, Begeisterung oder innerem Einklang. Vielleicht geht der intuitive Impuls auch einher mit einem Energieschub oder einer Entspannung, vielleicht wird aber auch etwas eng in uns (wenn wir etwas meiden sollten). Vielleicht wird uns „warm ums Herz“, vielleicht spüren wir Gänsehaut oder Tränen schießen uns in die Augen.

Doch diese guten Gefühle wie auch schlechte Gefühle können viele Ursachen oder „Erzeuger“ haben. Da ist die tiefere Ebene in uns, die tatsächliche Gefahr spüren kann und uns warnt. Da ist unser Herz, das uns wachsen und aufblühen sehen will. Da ist das innere Wissen, oder die innere Gewissheit, die aus unseren Erkenntnissen gewachsen ist (mehr zum inneren Wissen findest du im Blogartikel Dein Sein leben).

Aber da ist auch die Trägheit, die gar keine Lust auf Veränderung oder Anstrengung hat. Da sind unsere Selbstzweifel und unhilfreiche Glaubensmuster, die uns ausbremsen. Da ist das Verlangen nach schnellem, leichtem, anstrengungslosem Genuss.

Gefühle = Brücke oder falsche Fährte?

Gefühle haben also eine ganz spannende Brückenfunktion. Sie können wertvolle Signale sein – und sie können uns mitreißen, obwohl sie sehr wechselhaft sind und aus ganz anderen Quellen als unserer Intuition oder unserem Herzen kommen.

Gefühlen zu folgen und dem Herzen zu folgen ist nicht das Gleiche!!
Gefühle und Intuition sind nicht das Gleiche!

Hier ein paar Beispiele:

Du entdeckst eine neue Möglichkeit (dich weiterzubilden, dein inneres Glück zu vertiefen, deinem Herzensprojekt beruflich nachzugehen, neuen Menschen zu begegnen…) und in dir sprudeln Gefühle von Begeisterung, Stimmigkeit oder Berührtsein hoch. Dein Herz scheint „Ja“ dazu zu sagen. Du entscheidest dich dafür. Ein paar Wochen später tauchen plötzlich starke Zweifel auf. Vielleicht auch richtige Angst davor, möglichen Herausforderungen nicht gewachsen zu sein. Oder plötzliche Unlust. Genau in diesem Moment brauchst du Vertrauen in deine Entscheidung.
Doch woher weißt du nun, welchem Moment intensiver Gefühle du vertrauen solltest?

Du sagst einer Freundin, die gerade in einer herausfordernden Phase steckt von Herzen zu, ein Stündchen Zeit mit ihr zu verbringen. Nun rückt der Tag näher und es kommen andere Wünsche hoch, wie du den Teil dieses Tag verbringen möchtest. Sagst du ihr ab, mit der Begründung „dir ist gerade nicht danach“?
Welche Entscheidung ist hier mehr im Einklang mit deinem Herzen?

Ein Freund erzählt dir begeistert von etwas, das ihr „unbedingt zusammen ausprobieren müsst!“. Du bist neugierig, doch hast auch ein mulmiges Gefühl. Ist es nun eine Unsicherheit, eine Angst – oder eine Warnung deiner Intuition?

Das kann wirklich verwirrend sein. Wie erkennen wir also, welchem Impuls wir folgen sollten – und welcher uns vom tatsächlichen Glück abschneidet?

Hinter die Gefühle schauen

Um den „Erzeuger“ deiner Gefühle aufzuspüren ist dein ehrliches Hinspüren wichtig. Wenn du einen Schurken im Verdacht hast (Trägheit, Selbstzweifel, Ängste, Überheblichkeit…) frage dich:

Wieviel „Schurke“ liegt hinter dem Gefühl?
Wieviel Trägheit, wieviel Angst, wieviel Selbstzweifel, wieviel alte Prägungen…?
Welcher Impuls möchte dich klein halten?

Spüre einmal jetzt hin, bei einer Entscheidung die ansteht oder einem Impuls, der da ist.
Will dich da etwas klein halten, ist da etwas aus Angst oder Trägheit gespeist?
Vielleicht hilft es dir, den Impuls im Körper zu lokalisieren:
Wo sitzt er? Wie fühlt er sich an?
Erbaulich, aufmunternd, unterstützend?
Oder eher apathisch, eng, trennend, dich unterdrückend?

Mit diesem bewussten Moment haben du und dein Glück eigentlich schon gewonnen. Denn damit wird auch die Entscheidung bewusster. Selbst wenn du dich auch diesmal für den Schurken entscheidest – du bekommst deutlicher mit, was das mit dir macht.

Ich selbst wende dieses genaue Hinschauen vor allem bei inneren Zwiespälten an. Ein Teil möchte Freude haben oder sich ausruhen, ein anderer Teil möchte dieses oder jenes noch erledigen – und beides kann jeweils aus Schurken, wie auch aus Intuition und Herz erwachsen. Einmal war ich über mehrere Wochen sehr viel unterwegs und wenig zu Hause und da war ein tiefes Bedürfnis, zu Hause zu bleiben und ein Retreat, das ich ins Auge gefasst hatte, sausen zu lassen. Aber immer wieder kam ein innerer Impuls: Fahr hin. Auch von Außen, von anderen Menschen, wurde ich immer wieder darauf gestubst und bekam sogar aus heiterem Himmel eine kleine Finanzspritze extra dafür von meinen Eltern. Also folgte ich der leiseren inneren Stimme von „Fahr hin!“ – und lernte den sehr inspirierenden, ehemaligen Glücksminister von Buthan kennen.

Intuition - mit dem Leben tanzen

Experimentieren und mit dem Leben tanzen

Eine happyroots-Leserin, die mich durch ihre tolle Frage mit zu diesem Artikel inspiriert hat (Danke Natalie!) fragte: „Kann ich nicht einfach mal das machen, worauf ich Lust habe und mich frei machen von den Erwartungen anderer? Kann ich nicht einfach meinen Gefühlen folgen?“

Wir können. Wir können alles.
Wir können wild und frei und ungezähmt tanzen.
Wir können spielerisch experimentieren.
Und vor dem Schurkenhintergrund und dem, dass uns Teile in uns auch klein halten, schlage ich bei diesem wilden Tanz mit dem Leben vor:

Frage dich hin und wieder: „Was sagt mein Herz gerade dazu?“ oder „Wie geht es meinem Herzen damit?“

Denn auch auf Impulse aus der rechten Hemisphäre tritt unser Herz in Resonanz und sagt „Ja! Was für eine großartige Idee!“. Während es sich bei Schurken-Überhand eher zurückzieht oder wie als leises Stimmchen „Aber…“ zu sagen versucht.

Welche Erfahrungen machst du damit, deiner Intuition zu folgen?
Was ist dir schon passiert, als du deiner Intuition gefolgt – oder nicht gefolgt – bist?

Deinem Inneren Kompass folgen

Was ich unglaublich spannend finde ist, dass Intuition die Brücke zwischen den beiden scheinbaren Gegenpole von „Leichtigkeit“ oder „aus dem Sein heraus handeln“ und dem so wichtigen „Mut“ und der „Tatkraft“ ist.

Mut, mit Leichtigkeit Sein und die Intuition sind grundlegender Teil der Akademie für dein Inneres Glück. Auf dieser intensiven Reise wirst du alle drei Kapazitäten in dir stärken und aus ihnen heraus dein Leben gestalten – aus deinem inneren Glück heraus, dem inneren Einklang, der entsteht, wenn du mutig und leicht dein Sein lebst und deinem Herzen folgst. (Hier erfährst du mehr zur Akademie).

Wenn du neugierig darauf bist und lernen möchtest, deine Intuition mehr zu spüren, klarer zu erkennen und vor allem ihr mit mehr Mut zu folgen (und wenn es in kleinen Schritten ist), lade ich dich ganz ganz herzlich ein zum

Live-Webinar „Dem Inneren Kompass folgen“

Wann: Sonntag 10.03. von 20:00-21:30
Wo: … du online bist
Was dich erwartet:

Du wirst sehr wirkungsvolle Übungen kennenlernen und direkt ausprobieren,

  • die dich mit deiner Intuition in Kontakt bringen und sie entfalten
  • deinen Mut und dein Vertrauen stärken
  • dir erlauben in die Leichtigkeit zu finden und dich mit der Lebensfreude zu verbinden

Zudem hast du die Möglichkeit mir deine persönlichen Fragen zu stellen. Am Ende stelle ich die Akademie für dein Inneres Glück vor.

Wie: Trag dir den Termin in deinen Kalender ein. Am Sonntag erhältst du um kurz vor 20:00 den Zugangslink von mir. Um den Link zu erhalten, kannst du dich hier in den Roots-Letter eintragen.

Das Webinar wird aufgezeichnet und steht dir auch danach zur Verfügung.

 

Ich freue mich sehr auf dich, deine Erfahrungen, Fragen und deinen Mut

Und sende dir ganz herzliche Grüße,
Glücklich sein

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