Finde die Liebe deines Lebens – Von Selbstwertschätzung und Selbstliebe

Selbstliebe

Wie wäre es, dich selbst zu mögen, so, wie du bist?

Ohne Schnickschnack, ohne Show. Ohne Make-up oder Haargel, ohne Designer-Dress. Ohne Leistung, ohne Erfolg. Ohne deinen Kontostand und die Accessoires, mit denen du ihn nach außen trägst. Ohne Maske. Nur Selbstliebe.

Einfach du, als Mensch. Als Lebewesen, das atmet. Als Lebewesen, das glücklich sein möchte. Das Angst hat. Als Lebewesen, das Träume hat – von Schönheit und Verbundenheit, von Frieden und Zufriedenheit. Von neuen Horizonten und dem, was nicht in Worte zu fassen ist.

Als Lebewesen, das Bedürfnisse hat. Nach Nahrung, Licht und Unversehrtheit. Nach Kontakt, Nähe & Liebe. Nach Selbstentfaltung und Hingabe.

Als Lebewesen, das Schwächen hat & Fehler macht. Als Lebewesen, das Stärken & Talente in sich trägt und zum Glück anderer beiträgt.

 

Selbstliebe, wie wäre das…?

Sich diese Frage ehrlich zu stellen und dann auch noch ehrlich zu beantworten, das ist ein unglaublich mutiger Schritt.

Vielleicht denkst du gerade, dass du sehr weit davon entfernt bist. Und weißt du was? Das ist ok. DU bist ok. Und dieses Gefühl, so weit davon entfernt zu sein, sich selbst zu mögen, dieses Gefühl erleben wir alle immer wieder. Es ist Teil vom Mensch-Sein.

Gleichzeitig ist es der erste und wichtigste Schritt, zu erkennen und anzunehmen, wo du stehst, bevor du loslaufen kannst.

Doch in welche Richtung könnte es gehen?

Was könnte es konkret bedeuten, dich selbst zu mögen?

 

Was bedeutet Selbstwertschätzung?

Selbstwertschätzung, oder Selbstliebe, ist – auf den Punkt gebracht – eine liebevolle Beziehung zu dir selbst aufzubauen.

Undzwar eine, die nach und nach dein gesamtes Leben durchzieht.

Im Allgemeinen heißt es Selbstfürsorge: mehr und mehr auf dich selbst acht zu geben. Wie ernährst du deinen Körper? Welche Menschen lässt du in dein Leben? Mit welcher Arbeit verbringst du 8 (+X) Stunden deines Tages? Wie sorgst du für deine Erholung? Gönnst du dir das, was dir wirklich gut tut?

Besonders in schlechten Zeiten heißt es Selbstmitgefühl: dir selbst wie einem guten Freund zu begegnen. Fühlst du dich traurig, abgeschlagen oder wütend? Hast du einen Fehler gemacht, oder bist nicht so gut gewesen, wie du es gern gewesen wärst? Erkenne dies an. Und sei dabei freundlich und mitfühlend für dich präsent. Wie du es für einen guten Freund wärst.

In guten Zeiten heißt es Selbstliebe: dein Glück aus vollem Herzen zu genießen. Ja, du darfst glücklich sein. Und du darfst deine Stärken kennen und sie wertschätzen. Du bist ein einzigartiger Mensch, voller Wunder und guter Eigenschaften, die diese Welt braucht.

Dabei hat Selbstliebe nichts mit Egoismus zu tun. Und auch nicht mit Selbstverliebtheit. Es ist auch kein Überdecken und Schön-reden von dem was ist.

Selbstwertschätzung beginnt mit einem ehrlichen Kontakt zu dir selbst. Mit einem Hinschauen, wer du wirklich bist und was dich gerade ausmacht – im Positiven, wie im Negativen. Sie geht weiter mit Akzeptanz. Akzeptanz für das, was du vorfindest.

Mit dem, was du vorfindest, versuchst du dann immer wieder aufs Neue wertschätzend umzugehen. Ob Schmerz oder Freude, Stress, oder Zufriedenheit, Abgetrenntheit oder Verbundenheit. Alles darf da sein. Alles hat seinen Platz. Alles möchte gefühlt und erlebt werden.

Und schließlich kann es in einem “Ja” zu dir selbst münden. Ein “Ja”, das dich dazu veranlasst, dein Leben so zu gestalten, dass es dir (wirklich) gut tut. Ein “Ja”, das dir hilft, auch in Herausforderungen zu dir zu stehen. Ein “Ja”, dass dich du selbst sein lässt.

 

Warum ist Selbstliebe so wichtig?

Na klar: ein “Ja” zu dir selbst, das fühlt sich vor allem sehr sehr gut an.

Doch der Weg zu diesem “Ja” stößt auch einen Prozess in dir an, der weit über “sich gut fühlen” hinausgeht.

Stell dir vor, es ist ok zu scheitern…

Wenn es ok ist, wenn es normal ist, zu scheitern, dann macht dich das freier von Selbstverurteilung und Selbstzweifeln. Du erkennst, dass Fehler machen, Scheitern und Lernen ein unvermeidlicher Teil des Lebens sind. Dass alle Menschen Scheitern & Fehler machen. Dich selbst dafür abzuwerten, macht plötzlich gar keinen Sinn mehr.

Das bringt dich mehr zu dir selbst, zu dem was du fühlst, vielleicht auch dem, vor dem du Angst hast. Denn du erlaubst dir selbst, dies zu fühlen, ohne dich selbst für das, was du fühlst, zu verurteilen. Du erlaubst dir damit, ehrlicher mit dir selbst zu sein und das gleichzeitig liebevoll zu akzeptieren. Und das ist die Basis für unendliche viele grandiose Möglichkeiten. Das ist die Basis dafür, mehr und mehr du selbst zu werden.

Horizont 1)

Von dieser Basis aus, kannst du dich von Ängsten lösen, die damit zu tun haben, was andere von dir denken. Denn magst du dich selbst, bist du nicht mehr so stark auf ihre Anerkennung, ihren Zuspruch, ihre Bewunderung oder ihre Aufmerksamkeit angewiesen. Diese Ängste sitzen tief, denn andere waren oftmals die einzige Quelle von Liebe und Fürsorge in unserem Leben. Doch du kannst dem ein kleines bisschen entgegensetzen. Immer dann, wenn du freundlich und liebevoll mit dir selbst umgehst. Und deine innere Quelle damit nähren.

Horizont 2)

Von dieser Basis aus, kannst du Herausforderungen ganz anders angehen. Du kannst an Fehlschlägen und Misserfolgen wachsen. Denn du siehst sie mehr als Chancen, als als Bedrohung für dein Selbstbild, dein Ansehen, dein Glück. Und diese Offenheit macht dich offen für Lösungen. Sie macht dich auch wesentlich glücklicher, denn du beginnst, zu begreifen, wie schön und voller Möglichkeiten dieses Leben ist. Der Wechsel von “Bedrohung” zu “Chance” ist unsagbar grundlegend. Und wie klein die Komponente der “Chance” am Anfang auch immer sein mag – Nähre sie! (z.B. mit dem Gratitude Reframing)

Horizont 3)

Von dieser Basis aus erkennst du mehr und mehr, was dir wirklich wichtig ist. Worin du deine Energie wirklich stecken möchtest. Du kommst deinem ganz individuellen Platz in dieser Welt näher, weil du dich befreist von möglichen Erwartungen anderer und weil du immer ein kleines bisschen mutiger wirst, auf dein Herz zu hören. Dadurch wirst du schließlich mehr und mehr du selbst. Du gehst authentischer deinen Weg. Du verbiegst dich weniger und lebst aus der Fülle deines Herzens, als ganz einzigartiger Mensch mit deinen Stärken und Schwächen, deinen Talenten, Schwierigkeiten und Fähigkeiten.

Du hast die Wurzeln deines Glücks in dir selbst geschlagen.

Wirklich glücklich kannst du nur als du selbst werden. Niemals als eine Rolle, die du spielst.

 

Die Liebe deines Lebens

In einer Welt, in der sich so viel ständig ändert, in der nichts so bleibt wie es ist, sehnen wir uns alle nach einem Halt. Wir sehnen uns alle nach Liebe. Und es gibt da diese eine Person, die immer da sein wird, so lange du lebst.

Und das bist du.

Du bist die Liebe deines Lebens. Die Person, von der du ganz sicher weißt – sie wird immer da sein.

 

Ok.

Das klingt alles ganz toll, wirst du jetzt vielleicht denken. Aber wo kann ich denn anfangen? Die Vorstellung, mich selbst zu lieben, klingt so weit weg. Wie kann ich mich meiner Selbstwertschätzung denn ein kleines bisschen mehr nähern? Welcher Schritt führt mich ein kleines bisschen mehr zur Selbstliebe?

Auf diese Frage gibt es viele mögliche Antworten. Und deshalb wird es auch noch ein paar Artikel zu Selbstwertschätzung auf happyroots geben. Und heute stelle ich dir eine mutig-bereichernde Übung vor

 

Wie du deine Selbstwertschätzung stärkst

Diese Übung kommt dir vielleicht bekannt vor. Doch weil sie mit vielen weiteren Übungen genannt wurde und weil sie so essentiell ist, möchte ich dich hier noch einmal ermutigen, sie (vielleicht sogar ein zweites Mal?) auszuprobieren.

 

Dankbarkeit für dich selbst

Du hast dich gerade einem sehr sehr wichtigen Thema gestellt, der Selbstwertschätzung. Das ist grandios! DU bist grandios. Weil du hinschaust. Weil du dich für neue Wege öffnest. Weil du deinem Wunsch folgst, glücklich zu sein.

Erinnere dich noch einmal daran, was dich wirklich ausmacht. Dich macht aus, dass du atmest. Dass du glücklich sein möchtest. Dass du manchmal Angst hast und Fehler machst. Dass du Träume in dir trägst und deine Bedürfnisse erfüllen möchtest. Dass du glücklich sein möchtest. Und das alles teilst du mit jedem anderen Menschen auf dieser Erde.

Deine Übung:

Schreibe alles auf, wofür du dir selbst dankbar bist. Fange an bei deinem Körper: wofür kannst du ihm dankbar sein? (Zum Beispiel lässt er dich diese Welt erleben).

Gehe weiter zu deinem Selbst: Für welche deiner Eigenschaften, deiner Stärken bist du dankbar? Welche Stärken lassen dich dieses Leben intensiver wahrnehmen? Gibt es Eigenschaften die dir in schwierigen Momenten geholfen, oder dir schöne Erfahrungen gebracht haben?

Und dann wende dich dem Bereich deiner Handlungen zu. Für welche Entscheidungen bist du dir selbst dankbar? Welche hilfreichen Routinen baust du bereits ganz bewusst in deinen Alltag ein? Was tust du, um deine Herzensziele zu entdecken und zu erreichen? (Auch diese Übung zählt dazu 🙂 ).

Tipps:

Stelle dir einen Wecker auf 3 Minuten pro Fokus (Körper, Selbst, Handlungen). Und wenn du merkst es fließt, bleibe etwas länger bei diesem Bereich.

Gehe behutsam und liebevoll mit dir um. Negative Ereignisse können den Zugang zu einem Bereich vielleicht blockieren. Nehme sie an. Und dann erlaube ihnen für die Zeit dieser Übung in den Hintergrund treten.

 

 

Alle Vögel und Wesen dieser Welt sind unsagbar schlicht sie selbst. Alles wartet auf dich. – David Whyte

 

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13 Comments on “Finde die Liebe deines Lebens – Von Selbstwertschätzung und Selbstliebe”

  1. Danke für die wertvollen Erinnerungen an einen respektvollen Umgang mit dem wichtigsten Menschen von uns jedem. Liebe Grüße aus Erfurt.

  2. Vielen Dank – das ist sicherlich ein wichtiges Thema, das auch sehr viele Menschen betrifft. Bin schon gespannt auf den zweiten Teil.

  3. Hallo Nathalie,
    vielen Dank für den schönen Beitrag. Schön geschrieben und sehr einleuchtend.

    Sein Selbstwertgefühl zu stärken ist so wichtig, um mit sich im Einklang leben zu können. Leider lässt man sich trotz des Wissens noch viel zu oft von anderen beeinflussen. Ich habe vor kurzem von Wabi-Sabi gelesen und einen Artikel darüber geschrieben. Diese Lehre befasst sich mit einer bestimmten Art, Dinge wahrzunehmen. Sie sieht Schönheit in Fehlern, Makeln und dem Unscheinbaren. Das, was für uns den Selbstwert schwächt, man in dieser Lehre erst die Schönheit aus. Fand ich ziemlich beeindruckend.

    Deine Dankbarkeitsübung finde ich prima, gerade auch, weil du die Handlungen hinzunimmst. Das merk ich mir 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

    1. Liebe Bettina,

      vielen Dank für deine wertvollen Erfahrungen, die du mit der Wabi-Sabi-Methode gemacht hast! Das ist so ein schöner Ansatz – und wirklich hilfreich.
      Denn es hilft dabei, Akzeptanz zu entwickeln für das was ist.
      Und es freut mich zudem sehr, dass dir der Artikel gefallen hat.

      Viel Freude bei der Dankbarkeitsübung & Liebe Grüße,
      Nathalie

  4. Ihr Lieben – vielen Dank für eure bestärkenden Kommentare! Das ist eine tolle Rückmeldung, dass euch dieses Thema berührt und anspricht – davon gibt’s bald mehr 🙂

  5. Pingback: Wie die Natur dich sofort glücklicher und gesünder macht

  6. Liebe Nathalie,

    beim lesen Deines so wichtigen Beitrags, kam mir das Bild in den Kopf…

    Das wenn man anfängt sich selbst zu lieben einem Baume gleicht, der seine Wurzeln tief in die Erde schlägt und nichts weiter zu tun hat, als zu dem zu werden, was er werden muss. Ein Baum so schön wie ein kleines Universum nur für sich.

    Danke für diese Inspiration.

    Alles Liebe Frank

    1. Lieber Frank,

      ein wunderschönes Bild hast du mit deinem Beitrag in mir hinterlassen. Ich danke dir sehr, dass du es mit uns geteilt hast! Ein Baum weckt bei mir viele stärkende Assoziationen – und dein Begriff des „kleinen Universums“ hat dem noch eine Bedeutungsebene hinzugefügt.
      Und so essentiell, was du schreibst: Selbstliebe ist Schönheit.

      Danke für deine poetischen Zeilen!
      Alles Liebe, Nathalie

  7. Pingback: Mein Selbstfürsorge -Eingeständnis... Und wie du besser für dich sorgen kannst! • happyroots.de

  8. Pingback: 3 kleine Mut-Geschichten: Wie ich lernte meinen Ängsten zu begegnen • happyroots.de

  9. Liebe Nathalie, dieser Beitrag spricht mich besonders an – das ist genau mein Thema: Selbstliebe, Selbstannahme,
    Selbstwertschätzung usw usf – ich bin dir sehr dankbar und ich werde mich darin ganz bestimmt regelmäßig üben.
    Mit mir selber barmherzig sein . . . . ich finde dieses ganze Thema sooo wertvoll.
    Danke für deine so wertvollen Beiträge, dir auch alles Gute, liebe Nathalie,
    mit herzlichen Grüßen, Traudi

    1. Liebe Traudi,
      wie schön, dass dich das Thema berührt und auf deinem Weg bestärkt!
      Rund um die Selbstliebe wird es bald weitere Beiträge geben 🙂
      Mit einem ganz herzlichen Dank für deinen lieben Kommentar & vielen Grüßen,
      Nathalie

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